Alles gut mit Bub

Raiffeisenbank Kocher-Jagst verzeichnet bestes Jahr in der Firmengeschichte

Ingelfingen "Wir sind hochzufrieden", sagt Manfred Bub. "Trotz der vielfältigen Unsicherheiten haben wir uns ausgezeichnet geschlagen und das beste Ergebnis unserer Geschichte erreicht", freut sich der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Kocher-Jagst eG bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für das abgelaufene Jahr 2014.

Zuwäsche Die Bilanzsumme der zweitgrößten Genossenschaftsbank im Hohenlohekreis stieg um 3,8 Prozent auf 589 Millionen Euro, der Jahresüberschuss erreichte 3,3 Millionen Euro, ein Plus von 11,5 Prozent und das Eigenkapital wuchs um 6,1 Prozent auf 57,4 Millionen Euro. Das macht eine Eigenkapitalquote von 16,5 Prozent. Damit liegt die Bank bei allen wichtigen Zahlen deutlich über den Vergleichszahlen der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland.

"Die richtige Strategie und die Nähe zu den Kunden", nennt Bub als Hauptgründe für den Erfolg. Vor allem bei den regionalen Unternehmen in Hohenlohe sei man sehr gut aufgestellt, auch weil man eine hohe Beratungsqualität bei den Förderdarlehen aufweisen könne.

Insgesamt 24000 Kunden hat die Bank, die 2001 aus der Fusion der fünf Raiffeisenbanken Ingelfingen, Niedernhall, Schöntal, Dörzbach und Mulfingen entstanden ist. Davon sind 13000 Mitglieder. Sie dürfen sich über eine seit 15 Jahren unveränderte Dividende von sechs Prozent freuen. Eine stolze Rendite bei den aktuellen Niedrigzinszeiten in denen man schon froh sein muss, wenn bei den Zinserträgen eine Eins vor dem Komma steht. Das freute die rund 300 Besucher in der Mulfinger Stauseehalle, die alle Entscheidungen einstimmig verabschiedeten. Unverändert geblieben ist auch das Filialnetz der Bank, die neben der Hauptstelle in Ingelfingen 21 weitere Geschäftsstellen zwischen Kocher und Jagst betreibt. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs leicht um vier auf 111.

Optimismus Auch in die Zukunft blickt Manfred Bub optimistisch aber keineswegs sorgenfrei. Der Optimismus rührt von den aktuellen Zahlen her. "Wir werden an die guten Vorjahresergebnisse auch 2015 anknüpfen können und auch für 2016 sehe ich keinen Einbruch", so der Vorstandsvorsitzende, der seit 1997 an der Spitze der Bank steht. Sorgen bereitet allerdings die internationale Entwicklung.

"In der Griechenlandfrage muss endlich ein tragbares Konzept her. Es kann doch nicht sein, dass hier immer nur Löcher gestopft werden", kritisiert er. Sonst werde eine Dauerkrise irgendwann auch auf Deutschland überschwappen. Für die Genossenschaftsbank heißt es, sich von riskanten Anlagen fernzuhalten und sich auf die heimischen Märkte zu konzentrieren. "Unser Ziel ist es eine lebenslange Partnerschaft mit unseren Kunden aufzubauen, von riskanten Geschäften halten wir uns fern", lauten für Manfred Bub die Lehren aus den internationalen Entwicklungen.

Quelle: Hohenloher Zeitung vom 11.07.2015, Redakteur Thomas Zimmermann